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Nach dem Eintreffen der Seldschuken, begann die türkische Besiedlung Anatoliens im 11. Jahrhundert n. Chr. Die Heimat der Türken lag ursprünglich in Westchina und Zentralasien. Die byzantinische Armee wurde in der Schlacht von Mantzikert von den Seldschuken im Jahre 1071 geschlagen. Die Rum-Seldschuken gründeten 1077 ihr Sultanat und die Türken eroberten daraufhin enorme Gebiete Ost- und Mittelanatoliens. Durch den Überfall der Mongolen schwächte das seldschukische Reich stark ab, so dass sich mehrere türkische Stämme selbständig machten. Aus diesen türkischen Fürstentümern (Beyliken) bildete sich später das Osmanische Reich. Aus der Sicht der westlichen Seite, wurde das Land im zwölften Jahrhundert als Turchia benannt. Nachdem die Ausbreitung des Osmanischen Reiches vor Wien zum Stillstand gebracht wurde und das osmanische Heer am Kahlenberg im Jahre 1683 geschlagen wurde, drängte man das Osmanische Reich aus seinen europäischen Gebieten westlich des Marmarameeres, zwischen Istanbul und Edirne zurück. Das zunehmende Unabhängigkeitsstreben einiger Nationen im Vielvölkerstaat des Osmanischen Reiches, begann im 19. Jahrhundert. Denn die Besetzung Nordafrikas durch einige europäische Mächte und den Verlust im Ersten Weltkrieg, brachten den Untergang des osmanischen Reiches. Das Osmanische Reich kämpfte im Ersten Weltkrieg an der Seite der Mittelmächte, da Großbritanien und Frankreich den Armeniern damals einen selbständigen Staat versprochen hatte, befürchtet die osmanische Regierung eine Reduzierung ihrer Gebiete, die sie so nicht hinnehmen wollte. Sie starteten daraufhin eine Umsiedlungsaktion, die nur zum Vorwand genommen wurde, um die im Reichsgebiet lebenden Armenier zu ermorden. Dieser Völkermord an den Armeniern wird heute noch von der türkischen Regierung bestritten. Das Osmanische Reich verlor nach der Niederlage der Mittelmächte, aufgrund des Friedensvertrages von Sèvres seine Gebiete außerhalb von Anatolien und Thrakien. Das Gebiet der heutigen Türkei sollte zerkleinert werden. Die Stadt Smyrna (türkisch Izmir) und einige Teil von Westanatolien wurde Griechenland zugesprochen, die Gebiete um Adana bekamen die Italiener und die Franzosen erhielten Kilikien und Syrien. In den östlichen Gebieten der Türkei, sollte ein armenischer Staat entstehen. Diese Pläne konnten leider bis heute nicht verwirklicht werden. Gegen diese Pläne begann Atatürk ab dem 19. Mai 1919 mit dem militärischen und politischen Widerstand. Ab 1920 wurden die Kämpfe gegen Griechenland immer heftiger. Er endete im 9. September 1922 mit dem Niedergang des griechisch bewohnten Smyrna (İzmir). Durch diesen Niedergang verloren viele Türken und Griechen ihre Heimat. Am 24. Juli 1923 wurde mit dem Vertrag von Lausanne, der Vertrag von Sèvres revidiert. Die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen in die Europäische Union, erreichte die Türkei nach 40-jährigen Bemühungen am 3. Oktober 2005. |
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